Angsthunde - Wenn einfach alles zum Fürchten ist...

 


Zweibeiner, die einem Angsthund ein Zuhause geben, sind häufig überfordert. Anfangs schiebt man es auf die Eingewöhnungsphase, es ist ja noch alles fremd. Aber was ist, wenn es nicht besser wird? Man meint es doch nur gut, man tut ihm doch nix, er hat es doch jetzt schön... 
Für Angsthunde sieht die Welt aber ganz anders aus. Manche Hunde reagieren nur in bestimmten Situation ängstlich und dann gibt es noch die, die unter Dauerstress stehen. Einfach alles scheint völlig traumatisch und fürchterlich für die Hunde zu sein. Sie kommen kaum aus ihren Ecken, die ihnen zumindest ansatzweise Schutz zu bieten scheinen. 
Was kann man nun tun, um Angsthunden Halt zu geben? Wie verhält man sich richtig?
Halt ist da schon das richtige Wort, denn Angsthunde brauchen jemanden, auf den sie sich verlassen können, jemanden der ihnen zeigt "Wir schaffen das". 
Ruhe, klare Regeln, feste Strukturen und eine souveräne Führung sind hier die Zauberworte. Bei sozialverträglichen Hunden ist in vielen Fällen zudem ein Zweithund zur Unterstützung optimal.

Oft sieht man sie nicht, denn sie sind an ihrem sicheren Ort und der ist so weit wie möglich weg von allem, was sie verängstigt. Wenn man aber dort hinschaut, in die dunklen Ecken, und sich die Zeit nimmt, findet man so manches Mal einen ganz zauberhaften Vierbeiner!  

 

 



 

 

 

Innerartliche Kommunikation



"Es kommt nicht drauf an wie viele Freunde Du hast, sondern darauf, ob es wirklich gute Freunde sind!" 

Sozialkontakte sind auch und insbesondere für unsere Vierbeiner wichtig. Verlässliche soziale Interaktionen sind dabei aber gerade für ängstliche oder aggressive (das Wort "aggredere" bedeutet im Übrigen lediglich "auf etwas zugehen") Hunde und deren Halter rar gesät. 
Für eine (Re)Sozialisierung spielt nicht die Quantität sondern die Qualität der Begegnungen eine Rolle.

Ob Mentor, Leidensgenosse, Lebensabschnittsgefährte, Best Buddy oder die große Liebe - was zählt ist der Moment!


 

 

 

 









Was ist ein "schwieriger" Hund? 

Klar, oder? Ein aggressiver Hund, einer der "beißt" und Zähne zeigt, vor dem man "Angst haben" muß... 
Was ist aber mit denen, die an einer Verhaltensstörung leiden, Panik-Attacken haben, bestimmte Situationen nicht meistern können? 

Für mich gibt es keine schwierigen Hunde, sondern Herausforderungen. Herausforderungen, die der Halter gemeinsam mit seinem Hund meistern muß. Und ich schreibe hier bewusst muß, denn wer A sagt, muß auch B sagen! Kopfloses Hund anschaffen zählt für mich niemals als Ausrede. 

Natürlich gibt es auch Umstände, die nicht optimal sind, trotzdem gibt es für mich immer einen Weg, auch wenn dieser steinig ist und auch wenn das Ergebnis oftmals am Ende keinen 1A-Gebrauchshund hervorbringt, sondern einen liebenswerten Freund für's Leben, der aufgrund seiner Vergangenheit vielleicht den ein oder anderen kleinen Macken hat. Den haben wir doch alle, oder?

Willkommen in der Familie, kleiner Mann ❤️!

#teamhundeverstehen

 
 
 
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